Nicht für dich ...

Nicht alle Tiere, die man hie und da in Wohnungen antrifft, sind als Heimtiere für Kinder geeignet. Hier werden einige Tiere vorgestellt, die nur Spezialisten mit viel Erfahrung und Wissen richtig halten können.

Schildkröten

Wir können zwischen 50 und 100 Jahre alt werden. Wer kann so lange für uns sorgen? Zudem brauchen wir im Winter einen kühlen Ort zum Überwintern. Im Sommer haben wir manchmal gerne direktes Sonnenlicht für unsere Gesundheit. Wenn es zu heiss wird, ruhen wir uns lieber im Schatten aus. Unsere Verwandten, die Wasserschildkröten, brauchen eine gleichmässige Wassertemperatur, gute Wasserfilterung und viel Platz. Wenn es uns Schildkröten schlecht geht, sieht man es uns oft nicht an. Oft leiden wir jahrelang, ohne dass es jemand merkt.
 

Schlangen

Wir müssen in einem Terrarium gehalten werden, das möglichst ähnlich wie unser natürlicher Lebensraum eingerichtet ist. Für verschiedene Schlangenarten kann das ganz anders aussehen. Einige von uns stammen aus der trockenen Wüste, andere aus heiss - feuchten tropischen Wäldern. Neben Temperatur und Feuchtigkeit muss auch das Futter stimmen. Einige Schlangen benötigen im Winter eine Ruhepause. Für giftige Schlangen und Riesenschlangen braucht es eine schriftliche Bewilligung vom Kanton. Einheimische Schlangen zu halten, ist sogar ganz verboten.
 

Echsen

Wir müssen in einem Terrarium gehalten werden, das möglichst ähnlich wie unser natürlicher Lebensraum eingerichtet ist. Für verschiedene Echsenarten kann das ganz anders aussehen. Einige von uns stammen aus der trockenen Wüste, andere aus heiss - feuchten tropischen Wäldern. Neben Temperatur und Feuchtigkeit muss auch das Futter stimmen. Wir sind ganz schön beweglich und brauchen viel Platz, um rennen zu können. Zudem sind einige von uns auch ausgesprochene Gruppentiere und sollten nie alleine gehalten werden. Einige Echsen benötigen im Winter eine Ruhepause.
Und noch etwas: Es ist verboten, einheimische Eidechsen im Terrarium zu halten!
 

Degus

Wir sind Verwandte der Meerschweinchen und stammen auch aus Südamerika. Wir werden erst am Abend munter und sind dann oft ziemlich laut. Wir sind sehr heikel, was die Nahrung betrifft: So dürfen wir ja nichts Zuckerhaltiges fressen (auch keine Früchte!), sonst werden wir krank.
Vor unseren Nagezähnen ist nichts sicher, ausser Hartmetall und Glas – Holzgehege, die Einrichtung und alles aus Holz und Plastik zernagen wir in Rekordzeit. Wir brauchen ein sehr grosses, teures Gehege aus Glas und Metall.
 

Chinchillas

Wir werden bis zu 22 Jahre alt. Wer kann so lange für uns sorgen? Wir brauchen tagsüber absolute Ruhe und werden erst am Abend richtig munter. Als Futter brauchen wir vor allem mageres, grobes Heu und die speziellen Chinchipellets, die man in jeder Zoohandlung kriegt.
Unser extrem feines Fell braucht Pflege durch ein Sandbad mit speziellem Chinchillasand und verträgt absolut keine Feuchtigkeit, sonst verkleben unsere superfeinen Haare.
Wir mögen nur ein trockenes, kühles Klima, nicht heiss und trocken wie in euren Wohnungen im Winter oder feucht und warm wie bei euch draussen im Sommer. Ausserdem brauchen wir extrem viel Platz: Wir können Sprünge von 2 bis 3 Metern Länge machen und möchten darum ein Gehege so gross wie ein grosses Zimmer!
 

Papageien

Wir werden bis zu 80 Jahre alt - wer kann so lange für uns sorgen? Wir leben in grossen Schwärmen und müssen mindestens zu zweit gehalten werden. Wir sind ausserdem hochintelligent und brauchen immer Abwechslung und etwas zu tun, mit Füssen, Schnabel und Hirn! Und wir lieben es, mit dem Schnabel Dinge zu zernagen, vor allem Äste, Weichholz, aber auch Fotoapparate und Schuhe.
Wenn uns Menschen von Hand aufziehen, um uns zahmer zu machen, so schadet uns das nur: Wir haben Gesundheitsprobleme, rupfen uns die Federn aus und wir schreien dauernd und können sogar gegen Menschen aggressiv werden.
Die Anschaffung einer Voliere, in der wir auch wirklich fliegen können, kostet viel Geld: Ein grosser Ara oder Kakadu zum Beispiel braucht für einen einzigen Flügelschlag eine Strecke von 6 Metern! Da müsste eine Voliere schon so gross wie eine Garage oder noch grösser sein. 
 

Frettchen

Wir sind wie kleine Marder und bleiben oft bissig und scheu. Als Männchen haben wir einen sehr starken Geruch. Und es ist schwierig, uns richtig zu ernähren.
Früher haben wir auf Bauernhöfen Ratten gejagt. Heute sind wir mehr oder weniger arbeitslos und brauchen darum immer wieder neue Dinge, mit denen wir uns beschäftigen können. Unsere Besitzer müssen sich immer wieder neue artgerechte Spiele für uns ausdenken.
Wir brauchen auch viel Platz, damit wir uns wirklich wohl fühlen. Der Raum soll mindestens so gross wie ein grosses Zimmer sein, mit vielen Verstecken und Beschäftigungs- und Klettermöglichkeiten. Wir werden übrigens erst am Abend aktiv.
Wer uns halten will, braucht eine Bewilligung vom Kanton.